MY HEAVY MEMORY - Clarity

Tracklist:

  • Truth In Lies
  • Keep Coming Back
  • Bleed The Way
  • Council Fire
  • Clarity
  • This Might Be
  • Made Of Thorns
  • Hanging By A Thread

Info:

VÖ: 17.07.2020

Label: Pure Steel Records /Eigenpressung


Video:

Bewertung:

Autor: Kerbinator

Bewertung:  7,5 / 10



Neu im Musikzirkus angekommen sind My Heavy Memory aus den USA. Vor sieben Jahren mal eine EP veröffentlicht, kennt man diese Band wohl eher noch nicht. Das will der Fünfer jetzt ändern , indem er via Pure Steel Records das Album „Clarity“ als Eigenpressung herausbringt. Fünfer deswegen, da man zwei Gitarristen an Bord hat, was sich erfreulicherweise in einem fetten Gitarrensound äußert.

 

Aber der Reihe nach...My Heavy Memory spielen klassischen Heavy Metal, druckvoll und mit leichter US Metal Schlagseite. Auch europäische (das Label spricht von schwedischen) Einflüsse sind nicht von der Hand zu weisen, was der ein oder andere Maiden Rhythmus zeigt. Mit David Hechim hat mein einen starken Sänger in den eigenen Reihen, der sowohl hoch und melodisch singt, als auch eine gewisse Roughness in der Stimme hat, die perfekt zu kraftvollem (melodischen) Heavy Metal passt.

 

„Truth in Lies“ legt ordentlich vor, mit Riffgewalt a'la Saxon oder Primal Fear. Viel Wert legt die Band auf wuchtige Drums. Hervorragend produziert, kommt Drummer Paul Monteiro mehr als einmal voll zur Geltung, was die Wucht der meisten Songs mitunter ausmacht. Auch die beiden Gitarristen lassen sich nicht lumpen und veredeln Songs wie „Keep Coming Back“, „Clarity“ oder das ein wenig an Iron Maiden erinnernde „Bleed My Way“ mit astreinen heavy Riffs, die kompetent gezockt eine US metallische Fläche zeichnen.

 

Das man sich zu steigern weiß, erlebt man spätestens bei „Council Fire“, einer immens intensiven, fast schon epischen Nummer, die eine Soundwand abliefert, die keine Vergleiche zu den ganz großen Traditions Metal Kapellen scheuen muss. Ganz klar der Höhepunkt des Albums. „This Might Be“ fällt eher in die Kategorie härterer Melodic Metal und könnte durchaus von schwedischen Bands wie Pretty Maids oder auch Europe stammen.

Wenn man My Heavy Memory was ankreiden möchte, dann den Bereich der Gitarrensoli. Diese sind, wenn vorhanden, reichlich unspektakulär gestrickt und fallen somit nicht sonderlich auf. Zwar ist man immer bemüht, ein paar Gimmicks wie verzerrten Gesang, oder Soundschnipsel in Breaks zu integrieren. Ein paar überzeugende Gitarrensoli mehr hätte aber den Songs sicherlich gut getan.

 

Somit bleibt unterm Strich ein gutklassiges Debutalbum einer aufstrebenden Band, die jedem Traditionsmetaller und Fans melodischen Heavy Metals mit ordentlich Schmackes gefallen sollte. Da außer dem angesprochenen „Council Fire“ keine echten Hits auf „Clarity“ aufhorchen lassen, könnten My Heavy Memory noch etwas schwer in Erinnerung bleiben. An Alleinstellungsmerkmalen und an den Gitarrensoli sollten die US Boys also noch nachlegen. Dennoch als Einstieg eine gelungene Angelegenheit.  



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