MIDNIGHT PRIEST - Aggressive Hauntings

Tracklist:

  • The Law
  • Funeral
  • Aggressive Hauntings
  • Eyes In The Dark
  • Holy Flesh
  • Ecstasy
  • Sin For Satan
  • Iron Heart
  • On Your Knees For Metal
  • Black Leather

Info:

VÖ:  10.05.2019 (original) / 31.07.2020 (Vinyl Ausgabe)

Label: Metal On Metal Records (original) / Dying Victims Production (Vinyl Ausgabe)

Video:

Bewertung:

Autor:  Kerbinator

Bewertung:  7 / 10



Bereits 2019 erschienen ist das dritte Album der portugiesischen Metaller Midnight Priest. Anlässlich der jetzigen Veröffentlichung auf Vinyl via Dying Victims Production wird’s Zeit, dieses Album auch mal zu rezensieren. „Aggressive Hauntings“ ist also das dritte Album der 2008 gegründetet Band und steht ganz im Zeichen von Bands wie Judas Priest, Lizzy Borden und vor allem Mercyful Fate.

 

Und das nicht nur wegen dem Kirchenorgel Intro „The Law“, das knapp 1 ½ Minuten ins Album einführt. Auch der Gesang von Lex Thunder ist sehr hoch und ähnelt gerade bei den gepressten Gesangsenden dem von King Diamond. Ansonsten hat der Junge einige high pitched Screams drauf, die man entweder mag oder halt nicht. Das gewisse Etwas des Mercyful Fate Sängers fehlt dem guten Lex allerdings.

 

Die beiden Gitarristen mit den trolligen Pseudonymen Iron Fist und Steel Bringer (was verspricht man sich heutzutage eigentlich noch von solchen „Namen“ ?) hauen permanent gutklassige Riffs raus, die mal nach Mercyful Fate, mal nach älteren Priest klingen. Songtitel wie „Funeral“, „Eyes In The Dark“ oder „Sin For Satan“ zeigen schon, in welcher Richtung man unterwegs ist. Dennoch klingen Midnight Priest nicht so dermaßen nach einem King Diamond/Mercyful Fate Abklatsch wie beispielsweise die deutschen Attic. Man hat schon auch noch genug Eigenständigkeit dabei, nur die Ausrichtung des Sounds ist eben halt klar.

 

Mit „On Your Knees For Metal“ hat man eine typische Metal-Hymne im Sinn. Nun gut, wer zum ersten Mal mit Heavy Metal in Berührung kommt, könnte diesen Song als „seine“ Hymne entdecken. Für alle anderen ist's irgendwie zu ausgelutscht und bieder. Tut keinem weh, ist aber durchaus verzichtbar.

 

Dafür gibt’s mit „Black Leather“ zum Abschluß noch einen wahren Metal-Kracher, der eine knallharte Accept/Saxon-Schiene fährt und als reinrassiges Stück Traditions-Stahl durchgeht. Hier ertönt auch Lex' Gesang dynamischer und mit mehr Schmackes in den Backen. Guter Song.

 

„Aggressive Hauntings“ ist ein old schooliges, aber keinesfalls altbackenes Album einer Band, die wohl mit Mercyful Fate, Judas Priest und NWOBHM generell aufgewachsen ist. Midnight Priest huldigen ihren Vorbildern, leisten sich aber keinerlei billigen Abklatsch, sondern verbinden den bekannten Sound mit eigenen Ideen. Kein Überknaller, aber für Fans der genannten Bands durchaus mal empfehlenswert.  



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