MICHAEL ROMEO - War Of The Worlds Pt. 1

Tracklist:

  • Introduction
  • Fear The Unknown
  • Black
  • F*cking Robots
  • Djinn
  • Believe
  • Differences
  • War Machine
  • Oblivion
  • Constellations

Info:

VÖ:  27.07.2018

Label: Mascot Label Group

Video:

Bewertung:

Autor:  Kerbinator

Bewertung:  7,5 / 10



Michael Romeo, seines Zeichens genialer Gitarrist der Progmetal-Band Symphony X, hat die Pause seiner Hauptband genutzt, um ein Solo-Album aufzunehmen. Das erste möchte man meinen, aber das ist nicht richtig, denn bereits Mitte der 90er hatte Romeo mal ein Soloalbum namens „The Dark Chapter“ am Start. Ob das noch jemand kennt, weiß ich nicht, jedenfalls veröffentlicht er jetzt mit „War of the Worlds Pt. 1“ ein weiteres, welchem ein zweiter Teil folgen soll, der auch schon fertig geschrieben sein soll.

 

Auf diesem Soloalbum klingt Michael Romeo mehr als einmal nach Symphony X. Seine Wurzeln kann man eben nicht leugnen. Das liegt aber auch an Sänger Rick Castellano, der dem Symphony X Sänger Russell Allen nicht unähnlich ist. Kraftvoller, melodiöser Gesang mit der nötigen Portion Rauhheit in der Stimme. Desweiteren wirkten mit: John DeServio am Bass (Black Label Society), sowie John Macaluso an den Drums (Yngwie Malmsteen, Jame LaBrie, Ark).

Lyrisch ist „War of the Worlds“ anscheinend auf ein futuristisches Konzept ausgelegt, die Songs gehen allesamt auch ineineander über, wie es sich für Konzeptalben gehört.

 

Viel symphonische Klänge werden in die Songs integriert und, wie schon gesagt, der Sound von Symphony X ist allgegenwärtig. Der Opener „Introduction“ beinhaltet auch gleich eine Filmmusik-ähnliche Passage, die etwas an die alten Star Wars Soundtracks erinnert. Solche Passagen finden sich immer wieder auf dem Album. Neben all den speedigen Progmetal-Abfahrten gibt es also zudem cineastische Tendenzen auf „War of the Worlds“.

 

Typisch im Symphony X Fahrwasser schippert beispielsweise „Fear of the Unkown. Schnelle Nummer, Rick Castellano als toller Shouter mit teilweise hohen Screams und mehrstimmiger Refraien beherrschen die Szenerie. Härter, etwas thrashiger tönt dagegen „Black“. Ein klein wenig Metallica meets Angel Dust schimmert hier durch, verfeinert durch ein Weltklasse-Solo von Michael Romeo. Überhaupt lässt sich am variantenreichen Gitarrenspiel nichts aussetzen. Das ist aber auch keine wirkliche Überraschung bei diesem genialen Musiker.

 

„F*cking Robots“ unterstreicht mit spacigen, abgefahrenen Klängen mit symphonischem Background die futuristische Ausrichtung des Albums. Der Song kommt (fast) rein instrumental und beinhaltet reichlich schräge Töne. Auch ein Piano darf hier nicht fehlen.

 

Natürlich gibt’s bei einem Michael Romeo auch viele Melodien, viel Gefühl. Beispielsweise beim mit Piano beginnenden „Believe“, mit ebenfalls etwaigen Filmmusik-Vibes, balladeskem Gesang und enorm viel Bombast. Die elegische Gitarren-Piano Passage ist einfach faszinierend.

 

Das gesamte Album nimmt diese angesprochenen Sounds immer wieder auf und kreiert darauf neue Songs. So ist „War Machine“ eine rein intrumentale, 3-minütige Soundtrack-Nummer, „Oblivion“ ein grooviges Progmetal-Stück mit harten Rhythmen und das abschließende „Constellations“ wieder mit Star Wars Huldigungen ausgestattet. Gegen Ende wird’s noch einmal emotionaler , aber auch düsterer.

 

Man merkt „War of the Worlds Pt. 1“ an, daß Michael Romeo Bock auf dieses Konzeptalbum hatte und einfach mal das machen wollte, was er will. Daß hier vieles nach Symphony X klingt liegt halt auch daran, daß er dort auch alle Fäden in den Händen hält und die Songs schreibt. Produziert hat er das Album auch noch selbst. Dies macht er bei Symphony X zudem.

 

Vielleicht wirkt das Album auf die Länge hin etwas eintönig, trotz der Weltklasse von Michael Romeo. Die einzelnen Songs können alle was, richtig spannend ist das Konzept dagegen eher nicht. Für Fans von Symphony X sicherlich eine ideale Überbrückung, bis deren nächstes Album erscheint. Fans des Gitarristen greifen hier sowieso zu. Gute, runde Sache mit leichten Abstrichen.



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