MAVERICK - Ethereality

Tracklist:

  • Falling
  • Thirst
  • Never
  • Switchblade Sister
  • Bells Of Stygian
  • Angels 6
  • The Last One
  • Dying Star
  • Light Behind Your Eyes
  • Ares

Info:

VÖ:  01.04.2021

Label:  Metalapolis Records

Video:

Bewertung:

Autor:  Kerbinator

 

Bewertung:  8 / 10



Der Name Maverick ist auch so einer, den man im Rock-/Metalbereich immer mal wieder gehört hat. Dennoch ist man zumindest bei uns bisher einfach vorbeigerauscht. Dabei sind die Iren, gegründet von den Brüdern David und Ryan Balfour, keine Unbekannten mehr. Drei Alben bisher, eine EP und Auftritte/Touren mit beispielsweise Crashdiet, Whitesnake und The Poodles sind Zeugnisse, daß US orientierter Hard-/Glamrock auch in Irland noch lebt.

 

Mit „Ethereality“ bringen die Jungs jetzt ihr neuestes Werk heraus, und von den Songs und vom Sound her sollte dies das bislang beste Album von Maverick sein, wie man selbst auch großmundig erklärt. 10 Songs, die man durchaus dem Stadionrock der 80er Jahre verorten könnte, aber dennoch zeitgemäß aufgefrischt wurden, beinhaltet der neue Dreher. Diese werden mit wuchtigem Sound inszeniert, gerade die Drums des neuen Schlagzeugers Jason-Steve Mageney spielen dabei eine nicht unerhebliche Rolle.

 

Daß Maverick natürlich mit vielen Melodien hausieren gehen, versteht sich dabei von selbst. Am Opener „Falling“ bereits festzumachen, schippern die Iren im sleazigen Hard Rock Bereich, begleitet von fulminant inszenierten Riffs der beiden Gitarrisen Ryan Balfour und Ric Cardwell. Mit Fokus auf den Refrain, wie man es bei dieser Art von Musik erwartet, weiß aber auch Sänger David Balfour mit seiner angenehmen, oft angerauhten Stimme zu überzeugen. Ab und an werden hohe Screams herausgeholt wie beispielsweise beim Heavy Rocker „Thirst“, der durchaus Durst auf mehr macht.

 

Typische Trademarks des (amerikanischen)Sleaze Rocks wie Oh-Oh-Oh-Chöre findet man oft bei Maverick, flott interpretiert wie beim Smasher „Switchblade Sister“, dem man allerdings einen in meinen Augen etwas zu poppigen Refrain spendiert hat. Starke Riffs und ein Whitesnake-ähnlicher Beginn erlebt man bei „Angels 6“, einem weiteren Brecher mit mehrstimmigem Refrain, klasse Gitarrensolo und gar Keyboardeinspielungen am Ende. Eine für solche Bands unverzichtbare Ballade gibt’s logischerweise auch. „The Last One“ erinnert dabei an Skid Row Großtaten der 80er.

 

Dr. Feelgood irgendwer ? Tatsächlich liefern Maverick mit „Light Behind Your Eyes“ ihr eigenes Mötley Crüe Stück ab. Auch hier mit Fokus auf eingängigsten Refrain. Das Hookline Monster „Dying Star“ und das mit Chorgesängen garnierte „Ares“ bilden nebenbei weitere Tupfer im recht farbenfrohen Sound der Iren.

 

Maverick lassen mit „Ethereality“ ein wirlich zeitgenössisches (US)Hard Rock-/Sleaze Album vom Stapel, daß sich durchaus mit den Größen damals und heute messen kann. Durch die Bank eingängige Songs mit viel Wucht und Intensität unter die Leute geschmettert, dürften jeden verzücken, der auf stadiontauglichen, mainstreamigen Rock steht und Bands wie Mötley Crüe, Crashdiet und Whitesnake bei sich fest verankert hat. Tolle Platte.  



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