LOUDBLAST - Manifesto

Tracklist:

  • Todestrieb
  • Relentless Horror
  • Erasing Reality
  • The Promethean Fire
  • Preaching Spiritual Infirmity
  • Invoking To Justify
  • Festering Pyre
  • Into The Greatest Of Unknowns
  • Solace In Hell
  • Infamy Be To You

Info:

VÖ: 06.11.2020

Label:  Listenable Records


Video:

Bewertung:

Autor:  Kerbinator

 

Bewertung:  8 / 10 



35 Jahre sind die Franzosen Loudblast bereits im Geschäft. Und diese Erfahrung merkt man den Death-/Thrashern auch an. Auch wenn mit Sänger Stephane Buriez nur noch ein Ursprungs-Mitglied im LineUp vorhanden ist. Ausserdem gibt es jetzt frischen Wind mit zwei Zugängen. Den Bass bearbeitet ab sofort Frederic Leclercq (Kreator, Dragonforce), sowie neu an den Saiten Jerome Point-Canovas (ex-No Return, E-Force).

 

Herausgekommen ist nun mit „Manifesto“ ein souveränes Album, das achte in der langlebigen Diskographie der Band. Der Bandname sagt's schon recht gut. Die Band ist laut, und geblastet wird auch. Dennoch schmücken Loudblast ihren typisch US-amerikanischen Death-Metal mit viel Groove und im späteren Verlauf des Albums auch mit etwaigen Doom Spuren, die von der Düsternis gar teilweise an Celtic Frost erinnern. Allen voran der Gesang von Stephane Buriez, der in seiner gepressten, finsteren Art und Weise ein um's andere Mal and Tom Warrior angelehnt scheint.

 

Das Eröffnungstriple „Todestrieb“, „Relentless Horror“ und „Erasing Reality“ fährt eine schnelle Death Metal Kante, obwohl auch hier bereits zwischendurch das Tempo verschleppt wird und man in satten Groove übergeht. Neu-Gitarrist Point-Canovas haut schwere Riffs aus den Saiten. Auch die ein oder andere Melodie bleibt nicht verborgen. Das wirkt alles sehr kompetent gezockt und technisch exquisit. Bei „The Promethean Fire“ arbeiten Loudblast dann erstmals auf dem Album mit atmoshphärischen Klängen im Background. Dies führt gar zu einer kurzen Keyboard Passage am Ende von „Invoking To Jusitify“.

 

Der Sound wird zunehmend schleppender, noch intensiver und selbst ein elegischer Violinen Moment ist auszumachen. „Into The Greatest Of Unknown“ lässt „Manifesto“ dann endgültig in doomigen Atmo-Death wandern. „Solace In Hell“ und vor allem der Abschlußtrack „Infamy Be To You“ sorgen für düstersten Doom-Death mit Thrash-Kante und man kann nicht anders, als hier Querverweise zu Celtic Frost zu nennen.

 

Somit haben wir es mit „Manifesto“ nicht mit einer durch die Bank ballernden Death Metal-Abfahrt zu tun, sondern mit einem abwechslungsreichen Extrem-Metal Album, daß mit atmosphärischen Momenten und Tempi-Wechseln die Spannung hochhält. Auch wenn Loudblast bisher höchstens in der zweiten Reihe getanzt haben, könnte man mit solch einem gutklassigen Album durchaus höhere Weihen einfahren. Warten wir's mal ab.  

 



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