JOE BOUCHARD - Strange Legends

Tracklist:

  • The African Queen
  • Forget About Love
  • Walk of Fame
  • Hit and Run
  • Racin’ Thru the Desert
  • She’s a Legend
  • All Day and all of the Night
  • Once Upon a Time at the Border
  • Bottom for the Bottomless
  • Strangely in Love
  • Winter 

Info:

VÖ: 31.07.2020

Label: Deko Entertainment

video:

Bewertung:

Autor: Kerbinator

Bewertung:  8 / 10 



Joe Bouchard ist eines der Gründungsmitglieder der amerikanischen Rock-Legende Blue Öyster Cult. Bis 1986 war der Bassist und Sänger an den vielen großartigen Frühwerken der Band direkt beteiligt. Nach seinem Ausstieg hat Bouchard bisher fünf Soloalben herausgebracht. Zwei Jahre hat er nun an dem sechsten, „Strange Legends“ betitelten Album gearbeitet. Jetzt ist es raus, und bietet viel von dem 60er/70er Jahren beeinflußten Easy Listening Rock, der durchaus auch ab und an an den Cult erinnert.

 

„Strange Legends“ hat Joe Bouchard zusammen mit Bryan Adams Drummer Mickey Curry eingespielt. Beim Songwriting hat er Unterstützung erhalten von Blue Öyster Cult Langzeit-Lyricist John Shirley und John Elwood Cook, der Bouchard bereits auf früheren Soloalben begleitete. Herausgekommen sind 11 meist entspannte Gute- Laune-Songs, darunter eine Coverversion des Kinks-Hits „All Day And All Of The Night“.

 

Dabei lässt Joe Bouchard verschiedenste Elemente und Stilmittel, gerade was die Gitarrenarbeit angeht, mit einfließen, um neben all dem Easy Listening das Album spannend zu gestalten. Nach dem groovigen Einstieg „The African Queen“, der gleich aufzeigt, welch angenehme, recht hohe Gesangsstimme Bouchard doch hat, folgt eine mit gezupfter Gitarre und fröhlichem, mehrstimmigem Refrain tanzbare Nummer mit „Forget About Love“.

 

Bei „Walk Of Fame“, ein mit 70er Orgelklängen durchsetztes Hookline-Stück, streut Bouchard auch schon mal ein mystisches Break ein. Wüstenflair inklusive Trompetenklängen erfährt man im Instrumental „Racin' Thru The Desert“. Das im Anschluß ruhig beginnende „She's A Legend“ birgt etwaige Keyboards und entpuppt sich mit dunklerer, rauher Stimme als luftige Halbballade mit schönem Gitarrensolo.

 

Das angesprochene Kinks-Cover könnte so interpretiert auch von den Stones stammen. Bei „Once Upon A Time At The Border“ wird die Gitarre mandolinen-ähnlich gezupft, entspannt und leger. Der fröhliche, beschwingte Charakter zieht sich durch das komplette Album. Bei „Strangely In Love“ holt Joe Bouchard in Form von Akustik-Gitarre und Erzähler-Vocals dann noch eine wärmende Ballade heraus, die vor allem durch nette Slide-Gitarre besticht.

 

Wer's gerne recht fetzig und hart rockend mag, sollte bei „Strange Legends“ erst einmal vorher reinhören. Das Album ist eher etwas für einen lauschigen Sommerabend, das man auch mal so nebenbei mit Gästen hören kann. Das Können des Joe Bouchard und auch die Blue Öyster Cult Vergangenheit blitzt hier und da immer wieder auf. Durch clever integrierte, frische Ideen bleibt das Album jederzeit abwechslungsreich. Halt mehr für entspanntes Easy Listening. Schönes Album, absolut.  



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