ACACIA - Resurrection

Tracklist:

  • Obsession
  • Light In Shadows
  • Chains Of Memory
  • The Age Of Glory
  • Alone
  • Revelation Day
  • My Dark Side
  • Seasons End
  • Gone Away
  • The Man

Info:

VÖ:  06.12.2019

Label:  Underground Symphony


Video:

Bewertung:

Autor:  Kerbinator

Bewertung:  7 / 10



Acacia sind eine italienische Progmetal Band, die Anfang der 90er gegründet wurde, es aber erst einmal nicht weiter brachte, als nur ein paar Demos zu veröffentlichen. Erst 1996 erschien das erste Album „Deeper Secrets“, doch das war's dann aber auch. Im Jahr 2019 gab's im Zuge einer Reunion das neue Album „Resurrection“. Übrig geblieben ist nur Gitarrist und Songwriter Martino Lo Cascio, der also die Band nun weiterführt.

 

Ich kenne das erste Album nicht, aber schon beim ersten Hören von „Resurrection“ fällt auf, woran die Musik von Acacia etwas „krankt“ und wohl auch den Weg zu höheren Ehren bisher versperrt hat. Es sind wie es sich für Progmetal gehört gute Musiker am Werk, die auch ein gewisses Gespür für Melodien und Harmonien haben, aber der Aha-Effekt bleibt bei den Songs meist aus.

 

Da gibt’s ein Lust auf mehr machendes Intro und auch der Opener „Light In Shadows“ läuft gleich gut an. Die Gitarristen Lo Cascio und Simone Campione holen gutklassige Melodiebögen aus ihren Saiten und Sänger Gandolfo Ferro besitzt eine klare, progmetal-taugliche Stimme, die zum Sound passt. Dennoch haken sich die Songs wie „The Age Of Glory“ oder „Revelation Day“ nicht im Gehirn fest, so daß man im Nachhinein keine Nachhaltigkeit spürt. Das ist der Hauptunterschied zu Bands wie Threshold, Royal Hunt oder eben die immer genannten Dream Theater. Deren Songwriting ist meist dermaßen ausgereift, daß auch in schwächeren Stücken immer noch das „Besondere“ heraussticht.

 

Sei's drum. Für eine gute Portion italienischen Progmetals sind die Sizilianer aus Palermo definitiv geeignet und Fans von beispielsweise Labyrinth oder anderen typisch italienischen Progmetals sind Acacia eine Entdeckung wert. Auch ruhigere Songs wie „Alone“ sind keine billigen oder schmalzigen Rohrkrepierer, sondern haben schon ihre gewisse Qualität. Lediglich das würzige Salz in der Suppe und somit ein alleiniger Wiedererkennungswert bleibt außen vor.

 

Acacia sind für den Progmetal Konsum zwischendurch keine schlechte Wahl, wenn man es nicht zu anstrengend braucht und sich immens auf die Musik konzentrieren will. Die Italiener sind kein Band mit vielen Komplexitäten oder Vielzahlen an Breaks. Eher gut reinlaufende, recht geradeaus zielende Songs. Nicht ohne, aber auch nicht mit sonderlich viel Anspruch.  



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