LESSON IN VIOLENCE - No Need For Death


Tracklist:

  • Natural Born Thrasher
  • Massive Aggressive
  • The World Is Mine
  • No Need For Death
  • War Against Hypocrisy
  • Flesh From Bones
  • Living Dead
  • Salvation
  • Thrash Is Life
  • Men Kill Men
  • To Die For


Info:

VÖ: 30.03.2024

Label: Iron Shield Records


Video:


Bewertung:

 

Autor:  Kerbinator

 

Bewertung:  8 / 10



Es gibt wieder eine neue Unterrichtsstunde in Gewalt, natürlich nur musikalischer Art. Denn die Schweinfurter Thrasher Lesson In Violence, die sich nach einem Song ihrer großen Faves Exodus benannt haben, sind zurück mit ihrem zweiten Album „No Need For Death“. Und zurück ist auch das stilisierte Totenkopf-Maskottchen, das vom Artwork strahlt. Auch musikalisch hat sich bei den Jungs so gut wie nichts geändert. Aggressiver, US-lastiger Old School-Thrash der Schule Exodus, Vio-Lence oder Overkill.

 

Spieltechnisch erscheinen Lesson In Violence anno 2024 allerdings gereifter. Gerade was das tighte Gitarrendoppel Helbig (Florian und Michael) betrifft. Saubere Riffwände ballern aus den Saiten und sichern in meist schneller Weise den vollkommenen Thrash Abriss den die elf neuen Stücke ausnahmslos liefern. Auch die Rhythmustruppe um Basser Roland Schäfer und Drumtier Gareth Lathan rühren ordentlich Zement an uns bilden die Keimzelle der aggressiven Vorwärts-Attacken direkt in die Nacken.

 

Dazu braucht’s dann auch wieder einem passenden Shouter. Diese Auszeichnung darf sich erneut Florian Negwer anheften. Nicht unbedingt mit Alleinstellungsmerkmalen gesegnet, besitzt er doch die absolut passende Röhre, um weitestgehend zu überzeugen. Gleich zu Beginn haben Lesson In Violence mit „Natural Born Thrasher“ quasi nach „Thrash Metal Mankind“ eine neue Bandhymne am Start, die live sicherlich aufgrund des Refrains zünden wird. Überhaupt haben sich die Schweinfurter mit einfallsreichen Gangshout-Refrains verbessert, teils punkig wie bei „The World Is Mine“, meist aber in purer Thrash-Aussagekraft wie bei „Massive Aggressive“, „No Need For Death“ oder dem groovigeren „Salvation“.

 

In der Regel rauschen die Geschosse mit knapp über drei Minuten über die Ziellinie. Es kann aber auch schon mal drunter sein, wie beispielweise bei „Men Kill Men“. Der Sound wirkt auf dem neuen Album auch dichter, die einzelnen Instrumente klarer ausgearbeitet. Also rundum souveräner und eine Spur wuchtiger als noch beim Debut.

 

 

Lesson In Violence sind mit „No Need For Death“ erst Recht eine absolute Empfehlung für alle Old-School-Thrash Fans, die mit den Klassiker Alben der oben genannten Einfluß-Bands groß geworden sind, oder diese vielleicht sogar noch gar nicht entdeckt haben. Es gibt aber durchaus auch mal den ein oder anderen modernen Schlenker in den Songs, kurz verzerrte Vocals etc., so daß die Hörerschaft auch breit gefächerter ausfallen darf. Der Thrash Nachwuchs lebt…hier ist der Beweis. 



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